Viele Menschen verschenken bei der Gehaltsverhandlung tausende Euro – weil sie zu früh nachgeben, zu niedrig starten oder gar nicht erst verhandeln. Dabei ist Verhandeln erlernbar. Mit diesen 7 Techniken treten Sie souverän auf.
1. Recherchieren Sie den Marktwert
Bevor Sie eine Zahl nennen, wissen Sie, was der Markt zahlt. Nutzen Sie Glassdoor, Stepstone Gehaltsreport, Gehalt.de oder branchenspezifische Studien. Sprechen Sie auch mit Kolleginnen und Kollegen – Transparenz über Gehälter ist in Deutschland rechtlich geschützt.
2. Nennen Sie immer eine konkrete Zahl – keine Spannen
„Ich stelle mir 55.000 Euro vor“ ist stärker als „zwischen 50.000 und 58.000″. Wer eine Spanne nennt, gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit, die niedrigere Zahl zu nehmen. Nennen Sie den Wert, den Sie sich wünschen – und lassen Sie eine natürliche Pause entstehen.
3. Starten Sie höher als Ihr Zielgehalt
Kalkulieren Sie 10–15% über Ihrem eigentlichen Wunschgehalt ein. So haben Sie Spielraum, ohne unter Ihrem Ziel zu landen. Wichtig: Die Zahl muss durch Marktdaten begründbar sein.
4. Schweigen ist Gold
Nachdem Sie Ihre Zahl genannt haben: Schweigen. Nicht erklären, nicht relativieren. Der erste, der redet, gibt nach. Lassen Sie die Stille arbeiten.
5. Gehaltsbestandteile kennen
Das Grundgehalt ist nur ein Teil. Verhandeln Sie auch: Bonus, Homeoffice-Tage, Weiterbildungsbudget, Firmenwagen, Urlaubstage (über den gesetzlichen Minimum), Betriebliche Altersvorsorge. Diese Extras können den Wert Ihres Pakets um 10–20% steigern.
6. Nutzen Sie Konkurrenzangebote
Wenn Sie ein Angebot eines anderen Unternehmens haben: Nennen Sie es. Das ist keine Drohung – es ist Information. Gut aufgestellte Unternehmen wissen, dass sie konkurrenzfähig sein müssen.
7. Schriftlich bestätigen lassen
Jede Einigung gehört in den Vertrag. Mündliche Zusagen sind in Deutschland zwar grundsätzlich bindend, aber schwer nachweisbar. Bestehen Sie auf der schriftlichen Fixierung.
Gehaltsverhandlung üben – im Bewerbungscoaching
Wir trainieren Gehaltsverhandlungen mit echtem Feedback – so gehen Sie gut vorbereitet ins entscheidende Gespräch.